Die Private Krankenversicherung im Jahr 2004

Die Private Krankenversicherung im Jahr 2005

   

Geschäftszahlen 2004:

GKV-Reform strahlt weiterhin auf die PKV aus

Die Einschränkungen und Änderungen durch das GKV-Modernisierungsgesetz bescherten der Zusatzversicherung einen erfreulich hohen Zuwachs. Andererseits war der Neuzugang in der Vollversicherung erneut niedriger als im Vorjahr.

Durch die Anhebung der Versicherungspflichtgrenze zum 1. Januar 2003 wurde vielen Arbeitnehmern der Weg in die PKV versperrt. Dies wirkt bis heute fort: Im Jahr 2004 verzeichnete die Krankheitsvollversicherung einen Nettoneuzugang von 149.100 Personen. Damit wechselten 37.500 Personen weniger als im Vorjahr (186.600 Personen) in die PKV. Der Neuzugang ist somit 2004 um 20 Prozent gesunken. Insgesamt waren zum Jahresende 8,260 Mio.Personen privat vollversichert. Fast 2 Mio. Personen hatten neben ihrer privaten Krankheitsvollversicherung eine Krankentagegeldversicherung bei demselben Versicherungsunternehmen abgeschlossen.

In der privaten Pflegepflichtversicherung wurden Ende 2004 9,030 Mio. versicherte Personen gezählt (Vorjahr: 8,999 Mio. Personen). Der Versichertenbestand und der Nettozuwachs in der Pflegepflichtversicherung weichen von den Daten der Krankenversicherung ab, da hier die Versicherten
der Postbeamtenkrankenkasse und der Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten mitgezählt werden. Dies sind geschlossene Versichertenkollektive, d.h. es sind keine Neuzugänge, sondern nur noch Abgänge zu verzeichnen.

Der Sozialtarif der PKV, der sog. Standardtarif, erfuhr im Berichtsjahr einen Zuwachs um 4.113 Personen auf lediglich 15.110 Versicherte. Im Standardtarif sind die Leistungen mit denen der GKV vergleichbar, der Beitrag ist auf den durchschnittlichen Höchstbeitrag der GKV begrenzt.

In der Zusatzversicherung war 2004 ein besonders starker Bestandszuwachs zu verzeichnen. Insgesamt hatten sich 16,231 Mio. Personen (Vorjahr: 14,684 Mio.Personen) neben ihrem gesetzlichen Versicherungsschutz zusätzlich privat abgesichert. Hier sind Doppelzählungen enthalten,
da nicht nachvollziehbar ist, ob die Versicherten bei verschiedenen Unternehmen unterschiedliche
Zusatzversicherungen abgeschlossen haben oder sogar bei einem Unternehmen privat vollversichert und bei einem anderen noch zusatzversichert sind. Diese positive Entwicklung dürfte zwei Ursachen haben. Zum einen sorgten die Diskussionen über Einschnitte in den gesetzlichen Leistungskatalog und die tatsächlichen Maßnahmen für eine tiefgreifende Verunsicherung über die künftige Absicherung
im Krankheitsfall. Zum anderen erleichtern die seit Januar 2004 möglichen Kooperationen zwischen gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen den Abschluss von Zusatzversicherungen.

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(Quelle: PKV Publik, Ausgabe 4/2005 vom 15.5.2005)

 

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